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Writing

Annas WeiszHeiten

 
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Anna weisz

Anna Weisz ist eine aufgeweckte Mittvierzigerin, die schon so einiges gesehen und erlebt hat. Mit ihrer einzigartigen Beobachtungsgabe, mit spritzigem Humor, manchmal Sentimentalitäten, aber auch viel Einfühlungsvermögen hat sie nun so manche Begebenheiten, die sie ärgern, freuen, nachdenklich stimmen, zu Papier gebracht. Sie hat in ihre Beobachtungen von Zeit zu Zeit ein paar Tipps eingebaut, die manchmal mit einem Augenzwinkern und manchmal doch ernst gemeint sind.

Nehmen Sie sich Zeit für diese anregenden, niemals langweiligen Anekdoten aus Annas WeiszHeiten und lassen Sie sich entführen in Annas Betrachtungen über das Leben, Alltägliches und Sonstiges.

Zeitgemäß sind Annas Betrachtungen in Blogform verfasst, allerdings hat sie manchmal Gedankenblitze, die zu kurz für einen Blogbeitrag, jedoch teilenswert sind, die sie dann einfach als #thoughts veröffentlicht.

 

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Brighton, die Perle am Ärmelkanal #Lieblingsorte

Gastbeitrag von L.L. Barth

Lieblingsorte: Brighton – mein Befreiungsschlag am Meer

Nach einer langen, dunklen Phase in meinem Leben war die Reise nach Brighton wie ein Befreiungsschlag. Kaum aus dem Zug gestiegen, empfing mich die salzige Luft des Ärmelkanals, das Kreischen der Möwen und dieser ganz spezielle Mix aus britischer Gelassenheit und pulsierendem Küstenflair. Brighton hat etwas Unmittelbares, ein Lächeln im Wind, das einem sagt: Hier darfst du atmen.

Die Stadt am Meer, die zusammen mit ihrem Nachbarn Hove die lebendige Einheit Brighton & Hove bildet, ist zugleich quirlig und herzlich – britisch, aber mit einem eigenen, leicht verschrobenen Charakter, der mich sofort verzaubert hat. Die Gassen voller Boutiquen, Cafés und skurriler Läden, die so genannten Lanes und North Laine, laden zum Verlieren und Wiederfinden ein. Man schlendert zwischen Vintage‑Shops, Buchläden und kleinen Galerien und begegnet überall diesem Gefühl von Kreativität und Freiheit, das Brighton ausmacht.

Eine Stadt, die inspiriert – und ein Garten, der Geschichten schreibt

Ein besonderer Moment meiner Reise war der Schreibworkshop mit der großartigen Sarah Rayner in ihrem idyllischen Garten in Seven Dials. Es war ein Ort voller Licht, Vogelgezwitscher und dem Duft englischer Teekräuter – direkt neben den charmanten Häusern des Viertels. Während wir da saßen, umgeben von Schreibheften und unzähligen Tassen Tee, spürte ich, wie meine Kreativität wieder zum Leben erwachte. Kein Wunder, dass dieser Garten auch eine bedeutende Rolle in meinem Buch See You in Brighton spielt – er wurde für mich zu einem Symbol des Neubeginns.

Palace Pier, Fish and Chips & britische Lebensfreude

Brighton wäre aber nicht Brighton ohne seinen berühmten Brighton Palace Pier: Die altehrwürdige Seebrücke ragt weit ins Meer hinaus und bietet alles, was ein klassischer britischer Pier verspricht – bunte Lichter, Karussells, Spielhallen, Zuckerwatte, Donuts, Milkshakes … und natürlich die unvermeidlichen Fish and Chips direkt am Wasser. Ein knuspriges Stück Kabeljau mit dicken Pommes in der Hand, während die Wellen an den Kiesstrand klatschen – das ist Urlaub, wie ich ihn liebe.

Am Strand entlang spazieren, die Promenade hinunter, rechts die Strandhütten, links das Meer – da wird selbst ein einfacher Spaziergang zu einem Erlebnis. Und wenn die Sonne über dem Ärmelkanal glitzert, fühlt es sich an, als würde die ganze Welt stillstehen.

Hove – der ruhigere Nachbar

Nur ein Stück weiter entlang der Promenade liegt Hove, oft als der ruhigere, elegantere Teil von Brighton beschrieben. Breitere, sonnendurchflutete Boulevards, pastellfarbene Strandhütten und ein entspannteres Tempo machen diesen Abschnitt zu einem wunderbaren Kontrast zum lebhaften Zentrum. Perfekt für einen Nachmittagsspaziergang oder ein spätes Eis, bevor die Sonne im Meer versinkt.

Royal Pavilion & Panorama vom Himmel

Ein weiteres Highlight ist der Royal Pavilion, ein ehemaliger königlicher Rückzugsort mit prächtigen Kuppeln und orientalisch inspirierten Fassaden, die mitten in Brighton fast surreal wirken. Die Gärten drumherum laden zu einem Picknick oder einer Pause mit Blick auf das Meer ein.

Und ja, die Aussicht über die ganze Stadt und die endlose Küste? Die bekommt man (normalerweise) vom British Airways i360, einer gläsernen Aussichtskapsel, die sanft in die Höhe fährt und einen spektakulären Blick über Brighton & Hove und das Meer bietet.

Atmosphäre statt Attraktionen

Aber was Brighton wirklich ausmacht, sind nicht nur die Sehenswürdigkeiten – es sind die Menschen, die man trifft: die lustigen Engländer mit ihrem schrägen Humor, die Straßenkünstler, Studenten, die spontan ein Lied anstimmen, und die urigen Pubs, in denen man schnell in ein Gespräch gerät. Es sind die Momente, in denen man mit einer Portion Fish and Chips auf einer Bank am Strand sitzt, Möwen um einen herum kreisen und man spürt: Hier will ich bleiben.

Brighton ist nicht nur ein Reiseziel – es ist ein Gefühl: offen, lebendig, herzlich, ein bisschen schrullig und voller Geschichten. Eine Stadt, die dich aufnimmt, dich inspiriert und dich mit einem Lächeln verabschiedet, das noch lange nachhallt.

PS: Wer die Eindrücke entdecken möchte, die diese Geschichte entstehen ließen, kann dies in meinem Buch See You in Brighton nachlesen – eine Hommage an diese wunderbare Stadt.

Anna Weisz