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Writing

Lucas Tagebuch

 

Shipoo luca

Hier schreibt Luca 🐾

Ich wurde am 17. April 2021 in der schönen grünen Steiermark geboren. Mein Vater ist ein Shih Tzu mit nicht näher bekanntem Namen, meine Mutter ist die apricotfarbene Pudelschönheit Ellie. Also bin ich ein sogenannter Shipoo - und natürlich bin ich ein Rüde.

Ich erzähle euch hier Woche für Woche meine Erlebnisse, viel Spaß!

Wenn ihr mir schreiben wollt, ich habe sogar eine eigene email Adresse bekommen, meldet euch unter luca@ursulakoller.com

 

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Das Tagebuch von Shipoo Luca 🐾- Reise nach Berlin und Augsburg

Lucas Reise nach Berlin & Augsburg

Hallo, ich bin’s wieder, euer Luca!

Also, ich sag euch, bei uns ist vielleicht was los! Die letzten zwei Wochen waren wieder einmal ziemlich aufregend. Ich glaube, meine Mami hat beschlossen, dass ich irgendwann der bestgereiste Hund Österreichs bin. Na ja, bei meinem Charme ist das ja auch kein Wunder. Ich muss schließlich dafür sorgen, dass die Welt mich kennenlernt!

Aber der Reihe nach. Die Mami musste dienstlich nach Berlin und natürlich durfte ich mit. Diesmal haben wir sogar ein ganzes Wochenende dort verbracht. Und was soll ich sagen? Berlin vom Wasser aus ist auch nicht schlecht!


Zuerst haben wir natürlich wieder das Flugformular für Pets in Cabin ausfüllen müssen, ich kann das ja schon ganz gut. Dann waren wir wieder im Flugzeug, eng war’s, aber ich hab mein Kopferl rausgehalten und ich hab einen Knochen zur Ablenkung bekommen. Den hab ich aber dann erst am Flughafen Berlin beim Warten aufs Gepäck gegessen, hihi.

Im Hotel bin ich wieder wie ein König begrüßt worden - wir gehen immer ins gleiche Hotel und ich muss sagen, der Service für Hunde ist exzellent.

Am Samstag haben wir dann eine Bootsfahrt auf der Spree gemacht. Da bin ich mit meiner Mami an Bord gegangen und dann sind wir gemütlich durch die Stadt geschippert. Vorbei an der Museumsinsel, am Berliner Dom, am Reichstag und am ganzen Regierungsviertel. Da sitzen also die wichtigen Menschen und arbeiten. Ob die wissen, dass ich ganz in der Nähe war? Ich hätte ja gern einmal nachgeschaut, was die dort so treiben. Aber die Mami meinte, wir machen eine Stadtrundfahrt und keine Bürobesichtigung.

Die Häuser sind vom Wasser aus schon beeindruckend, aber am besten hat mir das Boot selbst gefallen. Das hat geschaukelt, das Wasser hat geplätschert und ich konnte ganz entspannt schauen, was rundherum passiert. Also wirklich, das hat Spaß gemacht! Eine Bootsfahrt könnte ich glatt öfter machen. Vielleicht einmal auf einem ganz großen Schiff? Ich werde das mit der Mami besprechen.

Am Sonntag haben wir uns dann mit Anna getroffen. Wir waren am Landwehrkanal unterwegs und sind ganz, ganz viel spazieren gegangen. Da gab es natürlich jede Menge zu entdecken und zu erschnüffeln. Ich weiß gar nicht, wie die Menschen das machen, wenn sie einfach nur geradeaus gehen. Da verpasst man doch das ganze Leben am Wegesrand!

Irgendwann sind wir dann in einem französischen Bistro eingekehrt. Das war ganz nach Mamis Geschmack. Die liebt Frankreich ja sehr. Und ich natürlich auch! Ich meine, wenn es dort so viele nette Cafés, schöne Plätze und gute Möglichkeiten zum Spazierengehen gibt, dann muss das Land einfach etwas Besonderes sein. Außerdem gefällt es mir, wenn die Mami glücklich ist. Dann ist sie nämlich meistens auch besonders großzügig mit den Streicheleinheiten.

Allerdings muss ich zugeben, dass ich nach unserem langen Spaziergang ganz schön müde war. So ein Hundeleben in der Großstadt ist anstrengend, das könnt ihr mir glauben!

Die nächsten Tage war die Mami dann wieder fleißig im Büro beschäftigt. Zum Glück hat Anna auf mich aufgepasst. Aber sobald die Mami wieder da war, war ich natürlich bei ihr. Ist ja wohl klar, oder? Ich bin schließlich ihr Luca und nicht irgendein Hund, der sich mit einer Ersatzmami zufriedengibt. Das Büro kenne ich inzwischen schon ziemlich gut. Die Menschen dort sind alle so freundlich und freuen sich immer, wenn sie mich sehen. Da bin ich nämlich nicht mehr Prinz Luca, sondern King Luca! Jawohl, ihr habt richtig gelesen. Da wird begrüßt, gestreichelt und gelächelt, sobald ich auftauche. Ich finde, das könnte ruhig überall so sein.

Aber in der Früh haben wir immer einen besonders schönen Spaziergang der Spree entlang gemacht, da bin ich zwar nicht am Foto, aber die Bilder sind einfach zu schön.

Dann waren wir kurz zu Hause und ich dachte schon, jetzt kehrt endlich ein bisschen Ruhe ein. Aber weit gefehlt! Am Sonntag hat die Mami schon wieder den Koffer heruntergeholt.

Also wirklich, kaum ist eine Reise vorbei, steht schon die nächste vor der Tür. Ich kenne das ja inzwischen. Wenn der Koffer auftaucht, heißt es: Oh, Luca, wir fahren bald wieder weg! Ich schaue dann immer ganz genau, was die Mami einpackt. Man muss ja schließlich wissen, worauf man sich einlässt.

Diesmal ging es mit dem Zug nach München. Dort haben wir eine längere Pause gemacht und uns mit Gisela getroffen. Wir waren in einem wunderschönen Park, dem Alten Botanischen Garten, ganz in der Nähe vom Hauptbahnhof. Dort war es richtig schön grün, und wir sind ein bisschen herumspaziert.

Danach haben wir uns im Park Café in die Sonne gesetzt. Das war herrlich! Die Menschen haben geplaudert, die Sonne hat geschienen und ich konnte gemütlich beobachten, was sich so tut. Ich mag solche Pausen. Da muss man einmal nicht von einem Ort zum nächsten hetzen, sondern kann einfach die Welt auf sich wirken lassen. Und ich war ja schließlich schon genug unterwegs!

Aber irgendwann hieß es wieder: Auf geht’s, Luca! Also zurück zum Bahnhof, rein in den Zug und weiter nach Augsburg. Dort haben wir in einem schönen Hotel direkt beim Bahnhof übernachtet. Es hieß Maison Victoria. Hotels finde ich übrigens immer spannend. Da riecht alles anders, es gibt neue Ecken zu erkunden und man muss erst einmal herausfinden, wo man am besten liegen kann. Ich bin da sehr gründlich. Schließlich soll man sich auch auf Reisen wohlfühlen!

Wir sind in Augsburg wieder viel spazieren gegangen. Allerdings hatten wir nicht so viel Zeit wie in Berlin. Die Mami musste ja arbeiten, und ich musste mich mit dem begnügen, was zwischen ihren Terminen möglich war. Aber keine Sorge, ich habe auch dort meine Schnüffelrunde bekommen. Ich lasse mich doch nicht um meine Stadterkundung bringen!

Am Dienstag ging es dann in ein neues Büro. Neue Menschen, neue Gerüche und – jetzt kommt’s – ein anderer Hund! Na, das war vielleicht interessant. Da war ich natürlich gleich hellwach. Ich wollte wissen, wer das ist, wie der so drauf ist und ob er auch so charmant ist wie ich. Wir Hunde haben schließlich unsere eigenen Angelegenheiten zu klären. Die Mami hatte ein langes Meeting. Ich war währenddessen ganz brav. Ja, wirklich! Ich kann nämlich nicht nur hübsch aussehen und Herzen erobern, sondern auch still sein, wenn es darauf ankommt. Man muss als Bürohund schließlich einen guten Ruf haben. Zu Mittag wollten wir dann mit Mamis Kollegen zum Augsburger Stadtmarkt. Das klang vielversprechend. Ein Markt! Da gibt es bestimmt viele interessante Gerüche, Menschen und spannende Dinge zu entdecken.

Und dann die große Enttäuschung: Hunde sind dort nicht erlaubt! Also wirklich, liebe Leute vom Stadtmarkt, was soll denn das? Ihr wisst ja gar nicht, was ihr versäumt, wenn ihr mich nicht kennenlernen dürft. Ich hätte bestimmt für gute Stimmung gesorgt. Aber gut, ich will einmal nicht so sein. Die Mami und ihre Kollegen haben sich einfach ein anderes Lokal gesucht, und wir haben den Mittag eben dort verbracht.

Danach ging es für die Mami mit ihren Meetings weiter. Und als sie endlich fertig war, haben wir wieder einen längeren Spaziergang gemacht. Da konnte ich mich richtig austoben – na ja, zumindest mit der Nase. Ich habe geschnüffelt, was das Zeug hält. Neue Stadt, neue Gerüche! Für mich ist das mindestens so spannend wie für die Mami ihre beruflichen Termine.

Und dann war unsere Augsburg-Reise auch schon wieder vorbei.

Am nächsten Morgen mussten wir ganz zeitig aufstehen. Ich bin ja kein Morgenmuffel, aber wenn es noch so früh ist, könnte man doch wenigstens ein kleines bisschen länger liegen bleiben, oder? Wir sind wieder zum Bahnhof gegangen und in den ICE gestiegen. Ui, geht der schnell! Da saust man durch die Gegend, und draußen fliegt die Landschaft nur so vorbei. Ich habe mich dann gemütlich zusammengerollt und ein Nickerchen gemacht. Die Mami hat gearbeitet. Jeder hat eben seine Aufgaben.

In München sind wir wieder in die ÖBB umgestiegen und dann ging es weiter nach Wien. Da kannte ich mich schon wieder besser aus. Und ehe ich mich versah, waren wir zu Hause.

So, das waren meine letzten zwei Wochen: Berlin, eine Bootsfahrt auf der Spree, Anna, ein französisches Bistro, München mit Gisela, ein neues Hotel in Augsburg, ein neuer Hund und jede Menge Zugfahrten.

Aufregend, oder?

Ich finde ja, die Mami sollte sich langsam überlegen, ob sie mich nicht offiziell als Reisebegleiter einstellt. Ich kenne mich inzwischen aus, bin ein ausgezeichneter Bürohund, benehme mich in Hotels und kann sogar bei langen Meetings still sein. Was will man mehr?

So, jetzt brauche ich aber erst einmal eine Pause von all den Abenteuern. Wer so viel erlebt, muss schließlich auch ordentlich schlafen.

Bis bald und passt auf euch auf!

Stay tuned, denn die nächste Reise kommt bestimmt – schließlich bin ich Luca alias #traveldog 🧳✈️🗺️

Wauwau, Euer Luca 🐾

Ursula Koller