Das Tagebuch von Shipoo Luca 🐾- Reise an die Cote d'Azur
Lucas Reise an die Cote d’Azur
Bonjour an alle und willkommen bei meinem neuen Abenteuer!
Wie schon im letzten Jahr führt uns die Sehnsucht nach mildem Klima, südfranzösischem Licht und dem Zauber der Côte d’Azur wieder über den Wolken Richtung Süden. Dieses Mal starten wir Silvester und Neujahr erneut an der traumhaften französischen Riviera – mit der Austrian in der Business Class, Kissen, Champagner und ganz viel Vorfreude im Gepäck.
Während in Wien noch die Winterjacken über den Schultern hängen, lassen wir bald am Mittelmeer den Duft von Meersalz und Croissants auf uns wirken. Lucas – unser reisender Gefährte – hat die Nase schon in Richtung Sonne gedreht, und wir nehmen euch mit auf jeden Schritt, jede kulinarische Entdeckung, jeden Spaziergang am Meer und natürlich in unsere Silvester- und Neujahrsabenteuer.
Packt eure Neugier ein, lehnt euch zurück – jetzt beginnt Lucas’ Côte-d’Azur-Chronik!
Vom Flughafen ging es dann ganz entspannt weiter: Ein nobles Taxi – diesmal ein lautlos gleitender Tesla – brachte uns direkt nach Cagnes-sur-Mer zu unserem Hotel Indigo. Schon bei der Ankunft stellte sich dieses vertraute Gefühl ein, als wären wir nicht verreist, sondern zurückgekommen. Alles war mir sofort wieder vertraut, jede Ecke kam mir bekannt vor, und ich wusste genau, wo was ist.
Dieses Mal hatten wir ein noch schöneres Zimmer als im letzten Jahr. Vom Balkon aus bot sich uns ein wunderbarer Blick auf das Haut-de-Cagnes, die alte, auf einem Hügel thronende Altstadt mit ihren warmen Erdtönen, schmalen Gassen und dem mittelalterlichen Charme, der besonders im sanften Licht des Südens zur Geltung kommt. Auf der anderen Seite erstreckte sich der Garten von Renoir, ein ruhiger, fast poetischer Ort voller alter Olivenbäume, mediterraner Pflanzen und einer Atmosphäre, die zum Verweilen und Träumen einlädt – man konnte sich gut vorstellen, wie hier einst Inspiration entstand.
Ich habe es mir gleich gemütlich gemacht, ausgepackt, durchgeatmet und den Blick schweifen lassen. Der Urlaub war endgültig angekommen – und mit ihm dieses wunderbare Gefühl, genau am richtigen Ort zu sein.
Die Tage in Cagnes-sur-Mer verliefen dann wie schon gewohnt. Ach, ich liebe Routine. Dieses beruhigende Gefühl, genau zu wissen, was kommt, und sich trotzdem jeden Tag aufs Neue darüber zu freuen. Alles hatte seinen festen Platz – und genau das machte es so herrlich.
Unsere Spaziergänge führten uns wieder durch den schönen Park am Fluss entlang, wo das Wasser leise vor sich hinfloss und die Sonne selbst im Winter eine angenehme Wärme hatte. Besonders glücklich war ich natürlich in meiner Lieblingshundezone im Park und die Mami in der Altstadt: vertraute Wege, bekannte Gerüche und ganz viel Zeit zum Schnuppern und Entdecken.
Es war einfach wie im letzten Jahr – und genau deshalb so perfekt. Kein großes Programm, kein Trubel, nur dieses wunderbare Gefühl von Ankommen, Wiedererkennen und Genießen. Herrlich.
Am Silvestertag zog es uns dann hinunter zum Meer, auf die Promenade de la Plage, wo das Mittelmeer ruhig dalag und die Luft nach Salz und Freiheit roch. Ein Spaziergang dort gehört für mich einfach dazu – Wellen beobachten, Menschen schauen und dieses besondere Gefühl spüren, dass das Jahr langsam zu Ende geht.
Wir wollten eigentlich wieder in das Lokal vom letzten Jahr einkehren, doch das gab es leider nicht mehr. Ein kleiner Wermutstropfen, aber so ist das eben – auch an Orten, die sich vertraut anfühlen, bleibt nichts ganz stehen. Zum Glück fanden wir ein anderes Lokal ganz in der Nähe. Es war anders, aber auch nett: gemütlich, freundlich und genau richtig für diesen Tag.
Mit Blick aufs Meer, einem warmen Platz und guter Stimmung ließen wir den letzten Tag des Jahres langsam ausklingen – ganz entspannt, so wie es zu uns und zu Cagnes-sur-Mer passt.
Der Jahreswechsel selbst war eigentlich angenehm ruhig. Kein großes offizielles Feuerwerk, kein übermäßiger Trubel – genau das, was ich mir gewünscht hatte. Leider aber direkt vor unserem Hotel meinten ein paar Wahnsinnige, es trotzdem krachen lassen zu müssen. Feuerwerke und laute Böller wurden gezündet, ganz nah, viel zu nah.
Ich habe so gezittert vor Angst, mein kleines Herz hat ganz schnell geschlagen. Zum Glück war die Mami sofort bei mir. Die ersten zwanzig Minuten des neuen Jahres verbrachten wir gemeinsam auf der Toilette, die Tür fest geschlossen. Dort war es ruhig, gedämpft und sicher. Mami hat mich gehalten, bis die Geräusche draußen endlich aufhörten und ich mich langsam wieder beruhigen konnte.
Danach wurde es tatsächlich still – und das neue Jahr durfte doch noch sanft beginnen und traditionell haben wir wieder das Neujahrskonzert mit französischen Untertitel angeschaut, ich hab eh alles verstanden 😀
Am letzten Tag machten wir noch einen Ausflug mit dem Bus hinauf zur Burg Grimaldi in Haut-de-Cagnes. Schon die Fahrt war ein kleines Erlebnis für sich – so nett hier: Im Bus wird gegrüßt, vom Fahrer genauso wie von den Mitfahrern. Ein freundliches „Bonjour“ hier, ein Lächeln dort, und man fühlt sich sofort willkommen.
Oben angekommen genossen wir den herrlichen Ausblick über die Dächer der Altstadt, hinunter zum Meer und weit darüber hinaus. Die Mami ließ es sich natürlich auch kulinarisch gutgehen und bestellte eine Daube provençale, diesen wunderbar aromatischen, langsam geschmorten Rindfleischeintopf mit Kräutern, der einfach perfekt in den Süden passt. Ich war natürlich ganz aufmerksam dabei.
Zurück ging es diesmal ganz entspannt wieder mit dem Bus hinunter – nicht so wie letztes Jahr zu Fuß. Das wäre der Mami zu anstrengend gewesen, da hätte sie bestimmt wieder ihr Knieschnackeln bekommen. So war es gemütlich, stressfrei und genau richtig für unseren letzten Tag.
Ein schöner, runder Abschluss unserer Zeit in Cagnes-sur-Mer.
Und dann gab es zum Schluss noch eine echte Überraschung. Statt gleich nach Hause zu fliegen, hatte die Mami noch zwei zusätzliche Tage in Nizza gebucht. Einen Rückflug für mich hatte sie nämlich nicht gleich bekommen – hihi – also durften wir einfach noch ein bisschen länger bleiben. Zwei schöne Extratage im wunderschönen Nizza, wer kann da schon nein sagen?
Die Anfahrt dorthin war allerdings ein kleines Abenteuer. Am 4. Jänner fand in Nizza ein großes Marathonrennen statt, und viele Straßen waren gesperrt. So musste die Mami unser ganzes Gepäck schieben und schleppen, während ich natürlich tapfer begleitet habe. Das war ganz schön anstrengend für sie – aber sie hat es geschafft, wie immer.
Danach hatten wir es richtig fein. Unser Hotel lag direkt an der Promenade des Anglais, mit dem Meer ganz nah und diesem besonderen Nizza-Gefühl in der Luft. Jeden Tag spazierten wir gemütlich an der Promenade entlang und durch die schöne Altstadt von Nizza mit ihren bunten Häusern, kleinen Gassen und vertrauten Plätzen.
Ich kenne mich hier ja schon richtig gut aus. Schließlich war das meine allererste Flugreise und meine erste Auslandsreise überhaupt, vor ach so vielen Jahren, als ich noch ganz klein war. Wieder hier zu sein fühlte sich ein bisschen so an, als würde sich ein Kreis schließen – und genau deshalb war es der perfekte Abschluss unserer Reise.
Der letzte Tag begann noch ganz entspannt auf dem Balkon. Ein letzter Blick hinaus, noch einmal die milde Luft einatmen, ein bisschen Sonne genießen – Abschied nehmen auf leise Art. Dann hieß es aber langsam: Koffer zu, Leine an und ab zum Flughafen.
Dort war zunächst alles ganz normal. Einchecken, warten, alles paletti. Ich hatte sogar schon meine Beruhigungspille genommen und war bereit für den Heimflug. Doch dann wurde es plötzlich turbulent. Eine Durchsage kam: Unser Flieger war noch gar nicht in Nizza angekommen. Er war nach Marseille umgeleitet worden und würde erst danach zu uns weiterfliegen.
Der Grund dafür war ungewöhnlich: Ein kaputter Flieger hatte die Landebahn blockiert, und unsere Austrian-Maschine musste durchstarten. Also hieß es für uns: zurück in die Lounge und weiter warten. Nicht ideal, aber wenigstens ruhig und gemütlich.
Mit etwas mehr als zwei Stunden Verspätung ging es dann aber doch endlich nach Hause. Müde, aber brav und gut begleitet.
Schön war’s. 🐾💙
Hach, ich sag’s euch, das war eine schöne Reise – und wie ich meine Mami kenne, rattert es in ihrem Kopf schon wieder gewaltig. Diesmal sogar ernsthaft: ein bisschen Südfrankreich-Auswandern, zumindest für ein paar Monate im Jahr, denn kaum zurück, standen wir schon mitten im Schneechaos und in der Kälte. Aber das… ist eine andere Geschichte.
Stay tuned, denn die nächste Reise kommt bestimmt – schließlich bin ich Luca alias #traveldog 🧳✈️🗺️
Wauwau,
Euer Luca 🐾